Maria, breit den Mantel aus,
mach Schirm und Schild für uns daraus;
lass uns darunter sicher stehn,
bis alle Stürm vorüber gehen.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.

Dein Mantel ist sehr weit und breit,
er deckt die ganze Christenheit,
er deckt die weite, weite Welt,
ist aller Zuflucht und Gezelt.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.

Maria, hilf der Christenheit
dein Hilf erzeig uns allezeit;
komm uns zur Hilf in allem Streit,
verjag die Feind all von uns weit.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.

O Mutter der Barmherzigkeit,
den Mantel über uns ausbreit;
uns all darunter wohl bewahr,
zu jeder Zeit in aller G’fahr.
Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.


Text Innsbruck 1640, Melodie Joseph Mohr, 1891

Ave, du Himmelskönigin


Die ältesten Skulpturen (vor allem aus Holz, selten aus Stein) von Schwarzen Madonnen stammen aus der romanischen Kunstepoche und treten fast gleichzeitig an vielen Orten auf. Die ersten Schwarzen Madonnen wurden im Rahmen der Kreuzzüge aus dem Nahen Osten nach Europa (Frankreich) gebracht. Eine wichtige Rolle spielte dabei der Templerorden. Keine dieser Schwarzen Madonnen ist nach dem 13. Jahrhundert entstanden.

Alle Schwarzen Madonnen der Romanik besitzen ähnliche Merkmale. Sie sind ca. 70 cm hoch, werden aufrecht sitzend, mit einem aus großen Augen starr in die Ferne gerichteten Blick dargestellt. Ihre Hände bzw. Finger sind oft übermäßig lang. Sie halten ein nach vorne blickendes Kind auf dem Knie. Das Kind macht die Geste des Segnens, oder es hält in einer Hand eine Kugel, bei der es sich um die Weltkugel oder einen Apfel handeln kann. Das Gesicht ist nicht das eines kleinen Kindes, sondern eines erwachsenen Mannes. Die Statuen muten fremdartig an und strahlen eine große Faszination aus.




Kleines Marienglossar

Hochfest der Gottesmutter Maria:

Allgemeiner


der Gottesmutter am 1. Januar.

Mariä Heimsuchung:

Das Fest Mariä Heimsuchung memoriert den Besuch der Gottesmutter bei ihrer Base Elisabeth, die schwanger ist mit Johannes, dem Wegbereiter Jesu. Festtag am 31. Mai.

Maria Königin:

Fest zum Abschluß des Marianischen Jahres am 31. Mai ein Fest Maria Königin am 22. August.

Mariä Geburt:

Fest der Geburt Mariens am 8. September.

Die Verehrung der Mutter Jesu als Gottesmutter ist schon seit dem 2. Jhdt. bekannt und vor allem in der katholischen und orthodoxen Kirche entfaltet. Maria wird als Fürsprecherin und Mittlerin zu Jesus Christus angesprochen. Maria gilt nach kirchlichem Verständnis als schon in ihrem Leben erlöst. In der kirchlichen Tradition wird sie auch „Gottesgebärerin“ genannt.

Immer haben die gläubigen Templer eine besondere Liebe zur Gottesmutter gelebt. Das bekannteste und tiefste Mariengebet, das wir kennen, ist das Salve Regina. Es wurde von einem behinderten Mönch, Hermann dem Lahmen, verfasst. Auch heute noch wird es von uns gläubigen Christen gen Himmel gesandt. Die Marienminne ist auch ein altes Erbteil der Frömmigkeit unserer Ahnen.  Durchstreift man unsere Heimat, so finden wir in vielen Ortschaften und an den unterschiedlichsten Stellen Marienbilder. Viele Kirchen wurden der Gottesmutter geweiht. 

Häufig wurden auf Templerland gleich mehrere Kirchen der allerseligsten Jungfrau geweiht, nämlich entsprechend der Festtage unserer Lieben Frau (Mariä Heimsuchung, Mariä Himmelfahrt, Unbeflecktes Herz Mariä, Maria Königin, Mariä Geburt, Mariä Namen, Gedächtnis der Schmerzen Mariens, Unsere liebe Frau vom Rosenkranz, Unsere liebe Frau in Jerusalem, Mariä Verkündigung).

Die große Marienverehrung in Teilen Deutschlands geht in einem besonderen Maß auf die Templer zurück. Sie hatten bis zu ihrer tragischen Aufhebung im Jahre 1312 einen sehr starken Einfluß auf die Besiedlung und die Christianisierung - auch in deutschen Landen.




Die Patronin unseres L 'Ordre Du Temple
"
Sainte-Marie"

weitere Informationen zum Gnadenbild der schwarzen Madonna von Altötting




Die Schwarze Madonna von Altötting

Wir haben unsere ersten Niederlassungen in Deutschland der Heiligen Gottesmutter Maria geweiht und ein Bildnis von der "Schwarzen Madonna von Altötting" in unsere Wappen aufgenommen.

Das Gnadenbild, das aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts stammt ist aus Burgund über das Zisterzienserkloster Raitenhaslach nach Altötting gekommen. Die 65 Zentimeter hohe, gefasste Figur der Madonna mit Kind ist aus Lindenholz geschnitzt.

Die Bekleidung ist mittlerweile barock und reich verziert. Die Häupter der Madonnenfigur und des Jesuskindes sind bekrönt.

Doch letztlich ist das Bild „bekleidet“ und „bekrönt“ durch das Vertrauen, den Glauben der Pilger, die seit über 500 Jahren in allen Nöten und Freuden des Lebens zur Mutter Gottes nach Altötting kommen.

So ist ein Bild, das die Menschen im Namen Christi versammelt, in der Tat ein Gnadenbild.






Das Geheimnis der Schwarzen Madonna

Jedes Jahr pilgern unzählige Gläubige zu ihr. Sie suchen Schutz, Trost und sagen Danke. Die Schwarze Madonna von Altötting ist mehr als nur eine Marienfigur: Sie ist Beschützerin in allen Lebenslagen und das schon seit mehr als 500 Jahren.

Von Christina Teuthorn und Herbert Becker - radioWissen - Stand: 17.02.2009

Am Anfang stand ein Wunder: Ein Kind ertrank und wurde in der Kapelle wieder lebendig. Noch im selben Jahr - 1489 - folgt ein zweites Wunder, und bald strömen die Pilgerscharen nach Altötting. Sie bitten die Heilige Muttergottes um die Heilung von einer Krankheit, die Geburt eines Kindes, die Rückkehr des Gatten aus dem Krieg, die Befreiung von Schuld und die Vergebung ihrer Sünden.
Um 1800 ist Altötting einer der am häufigsten besuchten Wallfahrtsorte Europas. Seuchen und Kriege, Säkularisation und Aufklärung mindern die Zahl der Pilger nur vorübergehend. Sogar Päpste und weltliche Machthaber stellen sich ein, und das Grab von Bruder Konrad, der den größten Teil seines Lebens im Altöttinger Sankt-Anna-Kloster verbracht hatte und später heilig gesprochen worden war, wird zu einem weiteren Anreiz für die Gläubigen.

Das Wunder von Altötting

"Ein dreyjähriges knäblein als es zu Alten Oetting in das wasser, ..., gefallen ... ist endlich gantz tod herauß gezogen worden. Die mutter auß großem vertrauen zu der Mutter Gottes trägt das tote Kind zu der heiligen Capell,... und bittet umb erlangung des kinds leben flehentlich. Alsbald wird das kind lebendig."

Das Rätsel um die Schwarzen Madonnen

Ziel der meisten Gläubigen in Altötting ist die Gnadenkapelle. Etwa eine Million Menschen kommen jedes Jahr, um sie zu sehen: Die Schwarze Madonna, eine 64 Zentimeter hohe, gotische Lindenholzstatue aus dem 14. Jahrhundert. Auch Papst Benedikt XVI. pilgerte bereits als Kind zu ihr. Weltweit werden hunderte schwarzer Mariengestalten verehrt.
Die meisten dunklen Madonnenbilder und Statuen befinden sich in Frankreich und Spanien, aber es gibt sie auch in Polen, Tschechien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und England, und jenseits des Atlantik: in Mexiko und Brasilien. In Brasilien ist "Nossa Senhora Aparecida", eine aus dem Meer aufgetauchte, verwitterte Terrakottafigur, die Nationalheilige.







Maria Magdalena

Am 22.07. begeht die Amtskirche das Fest der Heiligen Maria Magdalena. Für sie gilt Maria Magdalena als Schutz-patronin der reuigen Sünderinnen. Für uns ist Maria von Magdala weit mehr: Sie ist nicht nur eine der drei "Apostelinnen der Apostel", die am Ostermorgen auf dem Weg zum Grab zuerst die Kunde der Auferstehung erhielten, und weil sie als erste die Auferstehungsbotschaft den weiteren Aposteln meldeten. Maria Magdalena ist auch die Personifizierung eines unserer wichtigsten Geheimnisse. Für ein tieferes Verständnis empfehlen wir die Lektüre des Phillippusevangeliums, des Thomasevangeliums, des Evangeliums der Maria, der Pistis Sophia, der Legenda aurea und weiterer unmissverständlicher Schriften.



Pistis Sophia

Besonders in drei Kapiteln der Pistis Sophia sagt der Erlöser bedeutende Dinge über sie:
„Du bist begnadet vor allen Frauen auf Erden, weil du die höchste Fülle und höchste Vollendung sein wirst“. (Kap. 19)
„Du bist begnadet in Fülle, du bist die allselige Vollheit, die von allen Geschlechtern selig gepriesen wird“. (Kap. 34)
„Doch Maria Magdalena und Johannes, der Jungfräuliche, werden alle meine Jünger und alle Menschen, die die Mysterien vom Unaussprechlichen empfangen, überragen. Und sie werden zu meiner Rechten und zu meiner Linken sein. Und ich bin sie und sie sind ich.“ (Kap. 96).

Die Ehrenbezeichnungen Maria Magdalenas in der Pistis Sophia sind im einzelnen:
Geist-Erfüllte sieben Mal (Kap. 87, 114, 116, 118, 120, 122, 130)
Begnadete fünf Mal (17, 34, 59, 73, 74)
Erbin des Lichtreichs zwei Mal (61, 62)
Reine zwei Mal (87, 130)
All-Begnadete zwei Mal (114)
Allselige Vollheit zwei Mal (96)
In Fülle Begnadete einmal (34)
Vor allen Frauen Begnadete einmal (19)
Höchste Fülle und höchste Vollendung einmal (19)
Erleuchterin einmal (25)
Lichtreine einmal (116)



Gemäß den Mythen des französischen Fischerdorfs Saintes-Maries-de-la-Mer wurde Maria Magdalena mit Maria des Kleophas, der Mutter der Apostel Jakobus der Jüngere und Simon Zelotes sowie Maria Salome, Martha von Bethanien und Lazarus von Juden auf einem segellosen Schiff ausgesetzt, landete bei Marseille und missionierte die Provence. Verehrt wird dort auch eine angebliche Dienerin, die mit den drei Marien gekommen sein soll, die schwarze Sarah, deren Kult von der Kirche nicht anerkannt ist, eine Patronin der Roma und Sinti.




WIR halten JEDER Prüfung stand.

"Maria hat ihren Sohn nicht für sich behalten, sondern
der Welt hingegeben.
In gleicher Weise sind auch wir berufen, die Menschen, die Gott uns anvertraut,
nicht für uns zu behalten, sondern hinzugeben, was Gott uns gibt."

Frère Roger Louis Schutz-Marsauche
Maria & Islam

Auch im Islam wird Maria (Maryam, Meriem) vielfach als Mutter des Propheten Jesus (Isa) verehrt und im Koran äußerst positiv beschrieben.
Maria wird von Seiten der Muslime hohe Wertschätzung entgegengebracht und als die reinste und rechtschaffenste Frau dargestellt. Auch glaubt man an die jungfräuliche Empfängnis Jesu, jedoch nicht im Sinne eines Zeugungsaktes, sondern einer Erschaffung Jesu im Mutterleib Marias.

Maria ist die einzige Frau, die der Koran namentlich erwähnt und nach der er eine Sure – die 19. – benennt.