Templerbazar
1118 - 1314
1307 - 1317
O.S.M.T.H.
O.D.T.
Chinon-Dokument
Ordensmeister 1
Ordensmeister 2

Liebe Freunde des Templerordens,

die Situation um d e n Templerorden ist verwirrend. Unzählige Gruppierungen verschiedenster Couleur beanspruchen für sich, die wahren Templer der Neuzeit zu sein. Doch schaut man einmal genauer hinter die glänzenden Fassaden, ist nicht mehr viel (religiös-spirituelle) Substanz zu finden.

Einige meiner jetzigen Weggefährten befanden sich - so wie auch ich - eine zeitlang auf der Suche nach "den Tempelrittern" und viele von uns wurden gnadenlos enttäuscht.

Dann wurden wir zu Findern, denn wir hatten erkannt, dass unsere Vorstellung von einem idealen Tempelritterorden nur durch uns selber realisiert werden kann.
Wir trennten die Spreu vom Weizen und verfolgen seither, jegliche Grenzen (von Ländern und in den Köpfen) überwindend und in sehr enger Anlehnung an die alte Ordensregel
- wie unsere Brüder des alten Ordens, die ja die ersten "Global Players" waren - von nun an die gleichen Ziele, die in unseren Statuten festgeschrieben sind.

Durch den Weg der Kontemplation wissen wir heute, dass wir die Gesuchten sind.

Wir sind heute Teil eines "Heiligen Ordens der Tempelritter" mit einer glanzvollen Ordensgeschichte, die mit der Verfolgung 1307 und dem nachfolgenden Prozess gewiss kein Ende fand.

Wir bemühen uns heute in brüderlichem Geist Brücken zu bauen und die Templer-Organisationen mit der richtigen christlichen Gesinnung wieder zu vereinen.

Wir kämpfen für die Rehabilitierung des alten Ordens und für die endgültige Anerkennung unseres heutigen Ordens, um die ruhmvollen Leistungen zum Wohle der Menschheit in vielen Lebensbereichen fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Aus diesem Grunde stelle ich Ihnen nachfolgend unsere Kurz-Chronik und die groben Strukturen unserer Gemeinschaft vor und lade Sie gerne dazu ein, sich selbst ein Bild von uns zu machen. Natürlich sind die Möglichkeiten in diesem Medium begrenzt und so freuen wir uns auf Ihre weiteren persönlichen Fragen und Anregungen.

Ihr

Frère Manfred Johannes

Informationen bei Wikipedia
Clemens V.
(+1314)
Informationen bei Wikipedia
Philipp IV.
"der Schöne"
König von
Frankreich
(+1314)
zum Grußwort des Ordensmeisters








Die Chronik unseres Tempelritter-Ordens

Der Orden in Schottland, Portugal und Norditalien bleibt unbehelligt und formiert sich unter dem Namen "Ritterschaft vom Tempel zu Jerusalem" als militärischer Ritterorden neu.

Schottische Brüder werden am 15.12.1309 durch englische Invasoren in der Holyrood Abbey festgesetzt.
Die Ritter Christi werden jedoch von dem päpstlichen Legaten und Bischof Lamberton freigesprochen.

In Deutschland werden die Templer am 01.07.1311 durch den Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt in allen Anklagepunkten freigesprochen.

Der alte Orden wird am 22. März 1312 auf dem Konzil von Vienne (Frankreich) durch Papst Clemens V. aufgehoben (Bulle Vox in excelso).

Am 2. Mai 1312 wird die Übertragung der Templergüter an die Johanniter beschlossen (Bulle Ad providam), den Ordensbrüdern bleibt nur die Aufnahme in anderen Orden oder die Flucht. Unvergessen sind die vielen Märtyrer in Frankreich und andernorts, die in den Kerkern gefoltert werden und den grausamen Tod finden.

Am 18. März 1314 stirbt der letzte Ordensmeister Jacques de Molay. Er wird zusammen mit Geoffroy de Charnay auf dem Scheiterhaufen in Paris "auf kleiner Flamme" verbrannt.

Schottische Ordensbrüder kämpfen 1314 in Bannockburn unter ihrem Ordensmeister Robert Bruce, dem König der Schotten, gegen die Engländer.

1317. Die schottischen Tempelritter werden durch den Ordensmeister umbenannt zu "Rittern des Heiligen Johannes von Jerusalem und des Tempels von Salomon". Diese vereinigte Ritterschaft wird separat geführt. Sie tragen nun einen schwarzen Mantel mit dem weißen Kreuz von Amalfi (nach den Farben unserer Flagge "Beauseant").

Hugues
de
Payens
Erster
Großmeister
der Templer
Godefroi
de
Saint Omer
Balduin II.
Bernhard
von
Clairvaux
Jacques de Molay
Letzter
Großmeister
der alten
Templer
Jacques de Molay und Geoffroy de Charnay



CHRONIK DES
ORDO SUPREMUS MILITARIS TEMPLI HIEROSOLYMITANI "(O.S.M.T.H.)"

1689. Der schottische Prior und amtierende Regent Dark John Grahame wird mit einer silbernen Kugel hinterrücks erschossen. Als er stirbt, trägt er das Großkreuz der schottischen Tempelritter.

Am 11. April 1705 verabschiedet der Generalkonvent des Ordens seine neuen Ordens-Statuten als nicht militärische Hilfsorganisation, im königlichen Schloss von Versailles. Unter ihrem 41. Großmeister Philippe II. Herzog von Orléans sind damit alle Sprengel der Tempelritter wiedervereinigt, auch das schottische Priorat und die Ordensabteilungen der Christusritter von Portugal gehören dazu.
Mit seiner öffentlichen Stellungnahme beginnt die moderne Restaurierung des Ordens, der bis heute existent ist. Der
Ordre Du Temple ist nun offiziell ein Ritterorden aus Laienbrüdern.

1724
Nach dem Tod Philippes II. folgt ihm im Amt des Großmeisters Louis-Auguste de Bourbon, Duc de Maine (42. Großmeister).

1737
Louis-Henry de Bourbon, Prince de Condé
wird 43. Großmeister.

1741
Neuer Großmeister wird Louis-François de Bourbon, Prince de Conty (44. Großmeister).

1754
Ordenskapitel im Jesuitenkolleg von Clermont. Die Templer legen feierlich ihr Glaubensbekenntnis ab und verpflichten sich, den ritterlichen Geist im Sinne der vier Generaltugenden Erkenntniskraft, Tapferkeit, Bescheidenheit und Gerechtigkeit zu bewahren.

1776
Der Herzog Louis-Hercules-Timoléon de Cossé, Duc de Brissac, wird zum 45. Großmeister gewählt.

1778
Ein Konvent der drei Ordensprovinzen Frankreichs in Lyon entscheidet, von nun an neben dem bisherigen Ordensnamen zusätzlich die Bezeichnung "Chevaliers Bienfisants de Temple de la Cité Sainte" (die wohltätigen Ritter der Heiligen Stadt) zu führen. Auch werden die Ordenszielsetzungen mit "Christus zu dienen und den Tempel des himmlischen Jerusalems wieder zu errichten" definiert.

Nach Beginn der französischen Revolution übergibt Cossé-Brissac das Ordensarchiv an Claude-Mathieu Radix de Chevillon.

1792  09.09.
Cossé-Brissac wird durch die Guillotine enthauptet.
Claude-Mathieu Radix de Chevillon wird Regent. Der Orden übersteht die Revolution und erlebt zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine neue Blütezeit. Zahlreiche einflussreiche Persönlichkeiten ersuchen um Aufnahme.

1804
Kaiser Napoleon I. (Bonaparte) lässt die Akten des Templerprozesses aus dem 14. Jhdt. aus dem Vatikan nach Paris bringen, eine Kommission einsetzen und die Unschuld des Ordens wird festgestellt. Daraufhin rehabilitiert Napoleon I. den
Ordre Du Temple und erkennt ihm den durch die Revolution verlorenen Adelsstatus wieder zu.

04.11.
Die 1. Amtszeit des 46. Großmeisters, Bernard-Raymond Fabré-Palaprat, beginnt. Persönlichkeiten wie der Kaiser von Brasilien, Prinz August von Württemberg, Fitz-Gerald, Herzog von Leinster, der Herzog von Sussex, der Herzog von Montmorency und andere treten in den Orden ein.

1811
Freimaurerische Obödienzen wie der Grand Orient sowie das Diretcoire des Rites treten an den Orden heran, um sich zu legitimieren, aber der
Ordre Du Temple vollzieht formell einen klaren Trennungsstrich zwischen dem Templerorden und der „schottischen Freimaurerei“, die auf einen Zusammenschluss zwischen Tempel und Loge bedacht war.

Die Ordensführung präsentiert eine Neufassung der Statuten und setzt magistrale Legaten in den Vereinigten Staaten, der Schweiz, Russland, Spanien, Italien, Portugal, Deutschland und Griechenland ein.

1813
Charles-Antoine Gabriel, Duc de Choiseul übernimmt die Regentschaft, im gleichen Jahr Charles-Louis Le Peletier, Comte d’Aunay.

1814
König Ludwig XVIII. erneuert das königliche Protektorat über den Templerorden.

1818
Der
Ordre Du Temple beginnt sich über die Grenzen Frankreichs weltweit auszubreiten. Es folgen die Gründungen von Prioraten unter anderem in Großbritannien, Deutschland, Belgien, der Schweiz, Schweden, Griechenland, Brasilien, Nordafrika, Haiti, Indien und den USA.

Im Jahre 1825 distanzieren sich die Templer in einem „Handbuch für die Ritterschaft vom Tempel" überzeugend von der Freimaurerbewegung, die sie für sich vereinnahmen will.

1827
2. Amtszeit des Bernard-Raymond Fabré-Palaprat.

1830
Die französischen Templer richten ihre Bestrebungen gegen Karl X., der die Rückkehr zum Absolutismus im Sinne hat.

1837
Der Orden legt ein deutliches Bekenntnis zum katholischen Glauben ab. Eine entsprechende Erklärung dokumentiert die Wiederherstellung der alten Ordenstradition und die Treue zur römischen Amtskirche.

1838
2. Amtszeit des Regenten Charles-Antoine Gabriel, Duc de Choiseul. Amtsübergabe an die "Commission Exécutive du Convent Géneral" und dann an Charles-Fortune-Jules Guigues, Comte de Moréton et de Chabrillan.

1839 08.02.
Sir William Sidney Smith wird 47. Großmeister. Der
Ordre Du Temple erreicht in seiner Amtszeit seine größte Ausdehnung seit dem Mittelalter.

1840
Der Orden besteht nun weltweit aus 78 Prioraten, 154 Balleien und 224 Komtureien.

1841 11.02.
Der Orden trifft in Paris die Entscheidung, von nun an alle Christen als Mitglieder zu akzeptieren, unabhängig welcher Konfession sie angehören. Das offizielle Glaubensbekenntnis, seitens des Ordens, aber bleibt nach wie vor zugunsten der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche.

Am 13. März 1845 kommt es erstmals wieder zu einer Begegnung mit dem Papst. Im Auftrag des Großmeisters Jean-Marie Raoul reist Prinz von Chimay als Legat des Ordens nach Rom, um mit dem Heiligen Stuhl über die Bedingungen für eine Wiederanerkennung des Templerordens als katholischer Ritterorden zu verhandeln. Papst Gregor XVI. lässt ihn wissen, er könne den Orden nur unter der Bedingung anerkennen, dass sämtliche Ordensangehörige den römisch-katholischen Glauben annähmen.

Es kommt daher nicht zu der, von den Traditionalisten, gewünschten Rehabilitation, weil die überwiegend protestantischen Priorate des Ordens in Nord-Europa, auf den Britischen Inseln und in den Vereinigten Staaten nicht dazu bereit sind, ihre Konfession für eine kirchliche Wiederanerkennung des Tempelritterordens aufzugeben.

1848 28.07.
Per Gesetz verbietet die konstituierende, französische Nationalversammlung die Tätigkeit aller Orden und aller Verbände.

1850
Beginn der Regentschaft von Narcisse Valleray.

Am 13. Juni 1853 bestätigt Napoleon III. dem Templerorden das Adelsstatut sowie das Recht auf seine Insignien. Damit ist der Orden erneut souverän und nennt sich fortan
ORDO SUPREMUS MILITARIS TEMPLI HIEROSOLYMITANI (OSMTH).

1857
Der Regent Valleray stellt die Benutzung des Patriarchal-Kreuzes her.

1866
Als neuer Regent wird Dr. A. G. H. Vernois eingesetzt.

Am 15. August 1871 übergibt der Regent des Templerordens Dr. Angelo Vernois das Archiv des Ordens an den Direktor des National-Archivs von Frankreich, M. Maury. Die Gegenstände werden im National-Archiv in Paris eingelagert und unter AB XiX 125 bis 158 registriert. Dieser Vorgang wird in dem Film Nr. 3608 der Cinescopa Brüssel dokumentiert.

1892
Joseph Aime Péledan ist neuer Regent.

Der Generalkonvent des Ordens beschließt am 13. November 1894, mangels Einigung auf einen Großmeister oder Regenten, die Regentschaft des Ordens einem internationalen magistralen Sekretariat mit Sitz in Brüssel zu übertragen (Secrétariat International des Templiers).

1915
Es erfolgt die Gründung dieses Sekretariates zur „Aufrechterhaltung der Solidarität und der Beziehungen zwischen Templern auf aller Welt“. Alle fünf Jahre findet die Wahl eines Führungsrates statt.

1932
Die belgische Vereinigung der Templer lässt die Statuten des internationalen Sekretariats registrieren.

1933 01.10.
Der Großprior von Belgien Theodore Covias beschließt die Neugründung der Großmeisterei des Ordens in Brüssel.

Das Sekretariat überträgt am 10. Oktober 1934 alle seine Rechte und Vollmachten einem Regentschaftsrat („Conseil de Régence“), bestehend aus sechs hohen Würdenträgern des Ordens unter dem Vorsitz von Theodore Covias, mit Sitz in Brüssel.

Dieser Rat ernennt den Kanzler und Träger des Großkreuzes Theodore Covias am 7. März 1935 zum Regenten. Bereits am 8. August 1935 wird Emile Joseph I. Vandenberg, Großprior von Belgien, neuer Regent des Ordens.
Während seiner Regentschaft werden die Templerpriorate in Europa wieder eingeführt.

In Folge des 2. Weltkrieges und der Besetzung Belgiens durch deutsche Truppen, übergibt der Regent das Archiv des Ordens an den Großprior von Portugal Antonio Campello de Sousa Fontes per Dekret vom 23. Dezember 1942 mit der Auflage, das Archiv für den Orden sicher zu verwahren.

Nach dem Ende des Krieges verlangt Vandenberg die Rückgabe des Archivs, doch de Sousa Fontes behauptet, dass mit der Verlegung nach Porto, auch eine Amtsübertragung verbunden war.

1947
Nach dem Tod Vandenbergs ernennt sich de Sousa Fontes selbst zum Regenten. Einige Priorate erkennen seine Autorität an, andere lehnen sie ab. Er verbreitet seine Revision der Statuten.

1948 20.08.
De Sousa Fontes bestimmt in einem Privatdokument seinen Sohn, Fernando Campelo Pinto Pereira de Sousa Fontes, zu seinem Nachfolger.

1956  24.03.
Der Regent des französischen Kapitels, Gueradelle Graf de Ribauville, ernennt den Fürsten Dom Gabriel Inellas de Clazomene e Rodosto, Brasilien, zum Großmeister des Supremus Militaris Templi Hierosolymitani Ordo – SMTHO. Mit diesem Akt wird die "brasilianische Regentschaftslinie" eingeführt. Der magistrale Sitz der Gruppe wird nach Brasilien verlegt.

In Portugal verzichtet De Sousa Fontes aus Gesundheitsgründen zu Gunsten seines Sohnes auf die Regentschaft über den OSMTH.

Fortsetzung der "Spaltungs- und Leidensgeschichte" des OSMTH rechts >^

1959 19.02.
Am Todestag seines Vaters proklamiert sich Fernando de Sousa Fontes zum neuen Regenten des OSMTH mit dem Titel „regierender Fürst“.

1960
Dom Fernando Pinto Pereira de Sousa Fontes, Großprior von Portugal, wird schließlich Regent. Der Orden unterhält in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Australien eigene Priorate.

1964
Der in Venedig im Exil lebende König von Jugoslawien, Peter II., übernimmt das königliche Protektorat über das Großpriorat der Vereinigten Staaten von Amerika.

1970
Die Großpriore, welche de Sousa Fontes die Gefolgschaft verweigern, treffen sich zu einem Generalkonvent in Paris, um sich vom Einfluss aus Porto zu lösen und um den Orden neu zu gründen.

Der Großprior von Frankreich, Maréchal Conte Anton Zdrojewski (zuvor Großprior für Europa) wird zum 49. Großmeister des Ordens proklamiert.

De Sousa Fontes erklärt das Kapitel von Paris für ungültig und beruft seinerseits ein Generalkapitel ein, das in drei verschiedenen Sitzungen tagt (Paris, Chicago, Tomar). Daran nimmt ein Großteil aller Großpriorate teil.

1971
Generalkonvent in Chicago/USA. Es werden verschiedene Resolutionen verabschiedet. Unter anderem: Der Orden ist universell und beschränkt sich nicht auf Nationalitäten oder Sprachen, Latein ist die offizielle Ordenssprache, ein Mitglied des Hochadels soll für das Amt des Großmeisters gefunden werden.

1973
Generalkonvent in Tomar/Portugal mit folgender Satzungsänderung: Der Begriff "katholisch" wird in "christlich" abgeändert. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Templerorden ist nun die Zugehörigkeit zu einer anerkannten christlichen Konfession. Dadurch wird der ökumenische Charakter des Ordens in den Statuten verankert. Die von General Zdrojewski reformierten Statuten der OIMT Konföderation sehen vor, dass jedes Mitgliedspriorat autonom ist.

1981
Die Priorate von Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden verbünden sich zum Großpriorat Skandinavien.

1982
Das Großpriorat Schottland wird anerkannt.

1983 25.09.
Auf einem internationalen Konvent des Ordens wird beschlossen, Frauen als „Templerdamen“ aufzunehmen.

1988
Aus Enttäuschung über die Regentschaft von de Sousa Fontes’ sprechen sich viele Mitgliedsstaaten für die Autonomie der nationalen Großpriorate aus. Unter der Federführung des Großpriorats Spanien, vereinigen sich viele Großpriorate, vor allem aus Europa und Südamerika, in der Burg Siguenza (Spanien), zur International Federative AllianceIFA. Dadurch soll eine neue internationale Templerorganisation entstehen, bestehend aus autonomen nationalen Großprioraten.

1990 22.09.
Im Rahmen eines internationalen Ordenskapitels übernimmt Seine Seligkeit Maximos V. Hakim, Patriarch der griechisch-katholisch-melkitischen Kirche von Antiochia, dem ganzen Orient, von Alexandria und Jerusalem, in der Basilika von St. Gereon zu Köln das geistliche Protektorat der Großpriorate von Deutschland, Österreich und der NATO. Mit dem Treueeid an den Patriarchen ("Schutz und Beistand den Christen im Heiligen Land") kehrt nach 872 Jahren der Templerorden wieder zu seinem Ursprung – Jerusalem – zurück.

König Harald von Norwegen erkennt das Großpriorat Norwegen als Templerorden an, ebenso wird das finnische Großpriorat vom finnischen Präsidenten anerkannt.

1993
De Sousa Fontes (SMOTJ) akzeptiert die geprüften Statuten, welche dem Generalkonvent in Santiago (Toja) in Spanien vorgelegt werden, wo sie allerdings nicht mehr verhandelt werden.

1994 27.04.
Erstmals seit der apostolischen Aufhebung des Ordens im Jahre 1312 wird eine Delegation der beiden deutschsprachigen Großpriorate anlässlich einer Generalaudienz im Vatikan als „Ritterorden der Templer von Jerusalem“ von Papst Johannes Paul II. öffentlich begrüßt.

Beginn des Neubaus der unter dem Patronat des OSMTH stehenden Al Mahab-Klinik in Nablus-Rafidiah, Westjordanland.

1995 23.-25.06.
Auf dem Internationlen Konvent in London wird der Rat der Großpriore gegründet, mit der Aufgabe, den Orden zu verwalten. Der Konvent wird geleitet vom Großprior der NATO, Fr. Joseph Esposito
. Der Großprior von Deutschland wird Generalsekretär. Die Statuten müssen geprüft und aktualisiert werden und Kandidaten für das Amt des Großmeisters gefunden werden. Die Vertreter der IFA erklären ihre Bereitschaft, der internationalen Templerorganisation beizutreten, wenn der „regierende Fürst“ zurücktrete. Es wird entschieden, ein Großkonvent in Salzburg (Österreich) einzuberufen, aber de Sousa Fontes weigert sich, dieses Treffen zu autorisieren und erklärt, als „Oberhaupt der Templer“, alle vom Londonder Konvent getroffenen Entscheidungen für ungültig.

03.-05.11.
Der „Rat der Großpriore“ versammelt sich in Salzburg und entzieht de Sousa Fontes alle Privilegien.
Auf Initiative des Großpriorates der USA entsteht die „atlantische Observanz“ unter dem Namen Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani – OSMTH und kehrt damit zum Ordensnamen von 1853 zurück. Sie besteht aus einigen Großprioraten auf beiden Seiten des Atlantiks.

1996 15.-17.03.
Der „internationale Großrat der Templer“ tagt in Paris. De Sousa Fontes soll den Titel „Regierender Fürst Emeritus“ erhalten, womit ein schwerer Konflikt zwischen den Templern vermieden werden soll. Der Vorschlag wird vom Betroffenen abgelehnt. Es kommt zur Spaltung des Ordens zwischen Europa und den USA. Der Großrat entzieht de Sousa Fontes alle Ämter und Titel.
25.-27.04.
Kongress der IFA in Tomar, Portugal. Das sogenannte „Protokoll Tomar“ wird verabschiedet, es soll die Bildung einer „Internationalen Vereinigung der Großpriorate“ regeln.
03.08.
Interims-Meeting des „Großmagisteriums“ in Lillehammer, Norwegen

01.-05.11.
Die im März beschlossene Degradierung de Sousa Fontes wird vom „Großen Rat“ in Salzburg bestätigt. Es folgen Beratungen über Änderungen der Statuten und über die Kandidaten für das Großmeisteramt. Weitere Großpriorate organisieren sich autonom oder auch auf regionaler Ebene (Spanien, Portugal, Australien, Belgien). Es wird die Kooperation auch mit den Prioraten empfohlen, die de Sousa Fontes nie akzeptiert hatte bzw. die seine Regentschaft nicht anerkannt hatten. Der damalige Großprior von Deutschland, Werner Rind, versucht mit allen Mitteln, seine persönlichen Ansichten und Vorstellungen über den Orden durchzusetzen. Daraufhin wird das Großpriorat Deutschland aus der Internationalen Ordensgemeinschaft ausgestoßen, d.h. nicht mehr länger als Mitglied im „Internationalen Orden“ akzeptiert. Die verbleibenden Großpriorate gründen ein internationales Konzil (Grand Council) und Sir Roy Redgrave wird Großkommandeur. Die Ehrenmedaille „Order of Merit“ wird eingeführt. Sie soll als Anerkennung und Ehrung für Menschen dienen (auch für Nichtmitglieder), für deren außergewöhnliche Leistungen im Dienste der Menschlichkeit.

1997
Prinzessin Elisabeth von Ysenburg und Büdingen, Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, Gräfin von Schleswig-Holstein, Storman, Ditmars und Oldenburg wird Protektorin des Großpriorats der USA.

02.03.
Internationales Frühjahrskapitel des Magistralen Rates in London/England.

29.07.-01.08.
Der “neue“ OSMTH versammelt sich in Aalborg (Dänemark), um die „Agenda des Rates der Großpriore“ vorzubereiten. Der Rat will im Herbst in den Vereinigten Staaten tagen.

Am Kongress der IFA in Lissabon nimmt ein Vertreter des Rates des  neuen OSMTH teil. Das Ziel besteht darin, die ersten Schritte in Richtung einer „Konföderation aller Großpriorate“ einzuleiten. Die Großpriorate der IFA versammeln sich in Siguenza (Spanien), wo beschlossen wird, dass ein Großmeister gewählt werden soll, und ein „Rat der Großpriore“ sowie ein „internationaler Magister“ institutioniert werden müssen. Eine Delegation der IFA soll an der nachfolgenden Tagung des Rates des OSMTH teilnehmen.

17./18.10.
Ratssitzung des neuen OSMTH in Alexandria, Virginia (USA).

1998 07.06.
Zwei deutsche Templergruppierungen (St. Bernhard-Saar und der RroT-Düsseldorf) fusionieren auf Schloss Rheinfels bei St. Goar. Es wird ein Prioraler Rat gebildet, Chev. Arnold Steffen wird als Interimsprior gewählt (23.05.) und „mit Schreiben“ vom 16.08.1998 eingesetzt.

02.-05.07.
In einem weiteren Treffen des „Rates des OSMTH“ in Turku (Finnland) wird beschlossen, dass für diesen Zeitraum keine Fusion mit der IFA möglich sei. Es werden die Kriterien für die Anteile und für das Prinzip „ein Großpriorat pro Land und nur eine Stimme pro Großpriorat“ festgelegt. Als Regent wird Generalmajor Sir Roy Redgrave gewählt.

1999 17./18.04.
Auf dem „Rat des OSMTH“ in Glasgow (Schottland) wird die offizielle Gründung der Großpriorate beschlossen. Ferner wird die Registrierung des OSMTH in der Schweiz und der Status "internationale NGO" bei den Vereinten Nationen beantragt. Admiral James Carey (USA) wird zum Großkommandeur und General Sir Roy Redgrave zum „provisorischen“ Großmeister gewählt.

19.08.
Sir Roy Redgrave schreibt dem Generalsekretär der IFA, Luis Carlos de Matos, dass vom Beschluss der IFA für die Durchführung der Wahl des Großmeisters offiziell Abstand genommen werde. Die IFA wählt nun ihren eigenen Großmeister in Alcala de Henares (Spanien) in Person des Großpriors von Spanien, Don Fernando de Toro-Garland.

05.09.
Die Vertreter der beiden deutschen Templergruppen treffen sich in der Kaiser-Friedrich-Halle, Mönchengladbach, um mit Admiral Carey die Wiederbelebung bzw. die Wiederaufnahme eines deutschen Priorates in den neuen OSMTH zu besprechen. ...

Wie wir sehen können, kommt es seit der Mitte der neunziger Jahre zu unheilvollen Abspaltungen und Neugründungen. Somit ist es extrem schwer, wenn dies überhaupt möglich ist, eine der heute noch existierenden s.g. OSMTH-Gruppen als legitime Nachfolgeorganisation des L 'Ordre Du Temple von 1705 zu bezeichnen.

Philippe II. Charles de Bourbon
Duc d’Orléans
Napoleon I. Kaiser von Frankreich
Papst Gregor XVI.
Bernard-Raymond Fabré-Palaprat
Sir William Sidney Smith
Antonio Campello de Sousa Fontes
Fernando Campelo Pinto Pereira de Sousa Fontes
Papst Johannes Paul II.
Don Fernando de Toro-Garland
Sir Roy Redgrave
Admiral James Carey